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Fota-ParkVierzehnter Tag - Skellig Islands, CaraghAbschied

Skellig MichaelAuch heute früh ist das Weckerklingeln umsonst: es ist dicht bewölkt. Schade...
Den letzten Tag möchten Jan und ich in Ruhe hier verbringen, die Mutter auch und Paul bleibt auch bei uns. Regina, Peter und 4 Kinder fahren zu den Skellig Islands. Es wird eine Bootsfahrt um die Inseln herum angeboten, ohne den schwindelerregenden und gefährlichen Aufstieg zu Skellig Michael.

Littel SkelligLegionen von Möwen umschwirren die Felsen und in der Kabine leidet der Hund des Bootsführers. Seefahren ist offensichtlich nichts für ihn.

Jan, Paul und ich machen uns derweil daran, den Hügel hinter unserem Haus zu besteigen. Die Luft ist warm und mild, aber der Himmel hängt immer noch voller Wolken. Immer weiter kann man über die sanfte Landschaft blicken. Leichte Wehmut breitet sich aus, denn das ist schon unser letzter Tag. Als dann auch noch die Sonne hervorkommt, weitet sich das langsam zum Abschiedsschmerz.

Blick über den Lake CaraghPaul verliert langsam die Lust am Laufen und kommt immer langsamer voran. Wir locken ihn weiter mit einer Geschichte von dem Drachen, der bestimmt oben wohnt. So recht glaubt er es uns nicht, aber als dann die Überreste eines Schafes am Wegrand liegen, wird er unsicher. Schließlich wetten wir mit ihm: wenn oben ein Drache ist, dann muß er bei der nächsten Bergwanderung mitlaufen ohne zu murren, wenn keiner da ist, bekommt er einen Euro.

Der Sonnenschein war leider nur von kurzer Dauer und wir sind immer noch nicht oben. Der Hügel wird immer sanfter, eine richtige Kuppe ist nicht zu erkennen. Wir laufen querfeldein, Paul hat überhaupt keine Lust mehr und will auf uns warten. Ich erkläre ihm dann aber, daß er dann nie herausbekommt, ob oben nun ein Drache wohnt oder nicht und er seine Wette dann auch nicht gewinnen kann. Das hilft.

Lake Caragh und Riverview HouseAls wir dann endlich den höchsten Punkt erreicht haben, können wir zwar schön weit über die Dingle-Bay schauen, aber leider im Regen. Egal, wir sind oben, allein das zählt. Eine Drachen konnten wir doch nicht entdecken, also bekommt Paul seinen Euro.
Eine Weile harren wir noch aus, aber das Wetter wird nicht besser. Auf dem Rückweg haben wir noch einen schönen Blick auf den Lake Caragh, der sich um den Berg herum schmiegt. Quer über die Wiese laufen wir wieder bergab, an Steinen, Schafen und Kühen vorbei nach Hause.

Jan und ich fahren noch ein letztes Mal einkaufen und decken uns mit irischen Ingwer-Keksen und HP-Soße ein. Danach geht es ans Packen. In den 14 Tagen hat sich doch eine Menge Krimskrams angesammelt, aber letztendlich bekommt man alles unter.

Ein letztes Mal Abendbrot am großen Tisch, ein letztes Mal Tee am Kaminfeuer - wir würden so gerne noch bleiben.

letzter Abend

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