Samsara & Sir Willibald

Regina, Richard, Conrad & Peter von Fircks

5. Kapitel Alles wird gut.

Es wurde ein harmonisches Zusammenleben im Schloss auf dem Nebelberg. Regelmäßig schauten Sir Willibalds Kollegen aus der Geisterbahn, der ehemalige Maat Johannson, die Hexe und die Spinne mit den glühenden Augen zum 5 Uhr-Tee vorbei. Die Spinne musste wieder und wieder die Abreise von Celthusa schildern. Der ehemalige Piratenkönig hatte keinen Widerstand gegen seine Verschiffung geleistet. Stocksteif vor Angst ergab er sich in sein Schicksal. Erst als das Schiff ablegte, die Spinne ihn losließ und sich mit einem gewaltigen Sprung auf die Hafenmole rettete, schrie er ihr die gemeinsten Verwünschungen und Flüche hinterher. Die Spinne hatte ihm mit allen Beinen die ihr zur Verfügung standen, Abschied gewinkt.

Der Drache Butterpfote befreundete sich mit dem rauchspeienden Drachen. Gemeinsam unternahmen sie am Wochenende ausgedehnte Flugtouren rund um den Nebelberg.

Ein halbes Jahr nach seinem Einstieg in der Geisterbahn waren unangemeldet plötzlich Samsara und Magister Vollmond unter den Fahrgästen. Nach einer anfänglichen Schocksekunde wuchs Sir Willibald über sich hinaus und bot eine Show, die ihresgleichen suchte. Als Magister Vollmond ihn anschließend zu seiner Leistung beglückwünschte, war Sir Willibald so glücklich, dass er meinte, die ganze Welt auf einmal umarmen zu können.

In seinem stillen Dichterzimmer im hinteren Flügel des Schlosses arbeitete der dicke Frosch Ottfried fieberhaft an einem Roman über die jüngsten Erlebnisse.

Samsara und Sir Willibald entdeckten ihr gemeinsames Interesse an der darstellenden Kunst. Im Sommer schnitzten sie Holzfiguren, die Jahrzehnte überdauerten, im Winter modellierten sie Skulpturen, die im Frühjahr kunstvoll schmolzen. Das war Teil ihrer Performance.

Den Job in der Geisterbahn gab Sir Willibald nie ganz auf. Er blieb Stammspieler im Gespensterteam und wenn er an lauen Sommermorgen zur Geisterbahn ging oder an sternfrostklaren Winterabenden zum Nebelschloss empor stieg, wunderte er sich stets aufs Neue, wie verlässlich die unsichtbaren Flügel waren, die ihn und sein Glück durch die Zeiten trugen.

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