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Große Adventure Bewertung

Bewertungen für Alfred Hitchcock: The Final Cut


Bewertungen nach Spieler

Bewertung: 2.00

Anzahl Bewertungen: 1

2Stephan Hellwig
Hitchcock? Mystery-Thriller? Mit originalen Filmausschnitten aus einigen seiner Filme? Klingt doch klasse. Man agiert als Privatdetektiv und Medium Joseph Shamley, der von einem Hollywood-Tycoon engagiert wird, seine vermisste Filmcrew aufzuspüren. Joseph stellt allerdings schnell fest, daß Cast und Crew sämtlich diverse Tode gestorben sind. Und die gilt es aufzuklären. Nebenbei geht es noch um fehlentwickelte Medikamente, die zwar gegen Diabetes helfen, dafür aber Hirntumore und Blindheit hervorrufen.
Und was bleibt vom Spiel? Nichts als Ärger. Angefangen von grob fehlerhaftem Rendering (Figuren stehen in Wänden und öffnen Türen gerne an der falschen Seite) und holzschnittartigen Darstellern, die so grottenschlecht animiert sind, daß es wirklich keine Freude macht, sie zu bewegen. Dazu eine Steuerung, die noch mieser ist als die von Grim Fandango: Man lenkt Joseph mit den Cursortasten, wobei die Spielfigur keine drei Schritte laufen kann, ohne die Richtung zu verlieren. Dazu dann noch ein bescheuertes Balanceakt-Spielchen auf den Dächern der Filmstadt, das mit dieser Steuerung einfach nicht machbar ist. Der Spielwitz ist nicht vorhanden, ganz im Gegenteil: Die Ermittlungen erforderten nichts Anderes als ständig irgendwelche Briefe und Zimmerschlüssel zu finden. Und das an den unmöglichsten Orten (Videotapes unter Wasser, das Diabetes-Mittel in einem Spielautomaten in der Sakristei einer Kirche, ...). Am besten aber das Herleiten der Mordbeteiligungen: Joseph schaut in einen Kleiderschrank - und stellt sofort fest: "Aha, diese Zimmerbewohnerin war wohl an dem Mord des Tontechnikers beteiligt!" Hä? Dazu jede Menge Pixeljagden: Stand man nicht exakt an der richtigen Stelle in einer Location, schwenkte die Bildansicht nicht um. Das ging dann so weit, daß die Spielfigur komplett aus dem Bild verschwunden war und blind zurückgelenkt werden mußte. Dazu ein sprechender Beo, der Jo bei seinen Aktivitäten unterstützte... Das erste Spiel seit langem, das ich erst mit Komplettlösung hinbekommen hatte.
Was das Ganze mit Alfred Hitchcock zu tun hat? Gar nichts. Und die eingebauten Filmsequenzen? Das waren nichtssagende Filmschnipsel zwischen fünf und zehn Sekunden Länge. Einen Punkt gibt es für die Idee, einen Palm als PDA zu benutzen, den zweiten dafür, daß man zwar sterben kann (und es auch häufiger macht), aber jedesmal an der Todesstelle erneut zum Leben erweckt wird.
An dem Spiel ist nichts logisch, nichts nachvollziehbar, nichts wirklich Fesselndes. Mir tut es im Nachhinein leid um das Geld und die Zeit, die ich hier investiert hatte.