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Monkey Island 2

Große Adventure Bewertung

Bewertungen für Black Mirror


Bewertungen nach Spieler

Bewertung: 10.90

Anzahl Bewertungen: 10

5Stephan Hellwig
Weia - eine der schwierigsten Bewertungen überhaupt für mich. Aber ich fange besser mal mit den Details an. Positiv:
- atmosphärische Spielumgebung
- gefällige Grafik
- angenehme Stimmen
- zahlreiche Szenarien mit abwechslungsreichen Umgebungen
- simple Steuerung
Bis hierher sieht alles toll aus. Wer an Baphomets Fluch Gefallen gefunden hatte, wird hier bestens bedient. Aaaaaber (leider) gibt es viele Aspekte, die gegen das Spiel sprechen. Negativ:
- simple Steuerung :-)
Klingt merkwürdig, ist aber so. Samuel, so nennt sich der Protagonist, rennt gerne mal an Locations vorbei, weil der Bildschirm nicht vernünftig scrollt. BEstes Beispiel: Der Angler am Pub. Den hatte ich etliche Male übersehen, weil man die Figur explizit auf die Pier steuern mußte, die man allerdings nicht gesehen hat und die auch nicht als Laufziel angezeigt wurde.
Dazu dann die Itemschleudern, die zunächst toll klingen (nur "wichtige" Items werden angezeigt), aber den NAchteil haben, daß man jedesmal im selben Screen den Bildschirm absuchen darf. Und ein ganz blöder Fehler taucht gelegentlich auf: Wenn Samuel das zu benutzende Objekt mit seinem Körper verdeckt, findet auch der Smart-Cursor den Gegenstand nicht (Beispiel der Schloßschlüssel im Labor des verlassenen Hauses). Ja, da habe ich mir einen Wolf gesucht.
- blöde Herumlauferei
Ein Teil der Aktionen beinhaltet sinnloses Herumgerenne, weil eine Aktion erst "in einer Stunde", "kommende Nacht" oder "irgendwann später" möglich wird. Ich hatte keine Möglichkeit gefunden, hier etwas zu beschleunigen. Mal war die Uhr beim ersten Bildschirmwechsel abgelaufen, mal mußte ich vier- oder fünfmal durch die Locations springen
- unplausible Gewaltanwendungen
Einem Arzt wird ein Stromschlag versetzt ("das überlebt er schon...") und einem Hausmeister Narkotika in sein Bier appliziert
- man kann selber sterben
Nervkram. Zumal die meisten kritischen Situationen von der Spielfigur, gerade zu Beginn, selbständig erkannt werden ("Da gehe ich nicht hin"). Andererseits überlebt der Arzt den Stromschlag, man selber aber nicht, z.B. in der Mine. Häufiges Speichern ist also Pflicht, aber es gibt zum Glück ausreichend Speicherplätze.
- Logikspielchen
Viele von denen lassen sich problemlos und mit nur ein wenig Nachdenken lösen, aber das Verschiebespiel mit den Sternzeichen hatte mir um ein Haar den letzten Nerv geraubt.
- Spiellogik, vulgo 'Plotholes'
Wie heißt es doch so schön bei der "Stiftung Warentest": "Führte zur Abwertung". :-)
ACHTUNG SPOILER!
Naja, eigentlich ist es ja keiner, weil die Kenntnis den Spielablauf nicht beeinflusst, zudem kündigt sich das Schicksal ja durch alptraumhafte Sequenzen an, sodaß die Überraschung, wer der Täter ist, nicht wirklich groß ist. Aaaaber: Letztendlich wurde nichts aufgeklärt. Wer der Mörder war, wird schnell deutlich, aber wann, wie und wo wird nirgends ermittelt. Und vor allem: Warum? Warum den Gärtner umbringen (und vor allem wo?) - und warum wurde er in den Springbrunnen gestoßen? Oder Dio, den ballspielenden Jungen? Den Doc? Den Bruder? Aber nicht den Butler (der das Geheimnis kennt)? Warum fehlte dem Gärtner sämtliches Blut? Warum (und womit) wurde dem Pathologen der Kopf abgetrennt und das Minenopfer zerfleischt? Warum gab es keine Morde in Wales bei Eleanor? Denn nur dort hatte sich der Täter genauso schlafen gelegt wie im eigenen Schloß. Nichts wird auch nur ansatzweise erklärt. Warum will Samuel den Film in der Kamera nach gerade mal zwei Fotos entwickeln lassen, wo er doch gar nicht weiß, welche Symbole er sonst noch zu untersuchen hat?
Das größte Plothole allerdings betrifft den eigentlichen Spielgegenstand: Die Suche nach den fünf Schlüsseln (Der Herr der Schlüss...äääh Ringe läßt grüßen): Der Sage nach lag ja ein Fluch auf der Familie, und damit sich das grausame GEschehen nicht wiederholt, wurden die fünf Schlüssel, die den Fluch auslösen, räumlich weit getrennt voneinander aufbewahrt. Samuel allerdings sammelt alle Schlüssel ein, um damit den Fluch zu brechen? WTF???
SPOILER ENDE

Wer heute das Spiel noch einmal durcharbeiten möchte: Bei mir lief es unter XPPro nicht, weil die Schlüsseleingabe nicht erkannt wurde. Ursache dürfte der Virenscanner gewesen sein. Wer das Spiel unter Win98 starten möchte, sollte den bm-patch bereithalten (downloadbar z.B. bei 4players.de), der etliche GraKa-Probleme beseitigt. Bei mir loopte z.B. das Spiel bei Henry in der Kneipe, als er mir den nachgemachten Schlüssel für den Müllcontainer beim Pathologen überreichen sollte.
Letztendlich nicht wirklich bedeutsam, aber mein Logikmodul überfordernd einige kleine Bugs im screenplay. Für 20 Pfund sollte der Pathologengehilfe Dr. Herrmann ablenken, davon die Hälfte sofort, den Rest anschließend. Dialogauszug: Samuel: "Aber sei ja pünktlich in 15 Minuten da, sonst gibt es gar nichts!" Hä? Die ersten zehn Pfund hatte er doch schon erhalten... Oder der Leihhausbesitzer, der sich nicht bestechen läßt, einen Gegenstand ohne Pfandschein herauszugeben, aber mit Pfandschein problemlos eine höhere Summe als veranschlagt fordert. Oder die Bilderpuzzles: Samuel findet diverse zerschnipselte Schreiben und Bilder, die er während des größten Unwetters in aller Ruhe und im strömenden Regen zusammensetzt.

Schade, das Spiel hätte es verdient gehabt, etwas ausführlicher zusammenprogrammiert zu werden. So ist es nicht Fisch und nicht Fleisch - und vor allem läßt es den Spieler mit vielen Fragezeichen quasi wie den Protagonisten im Regen stehen.
13stzla
12Emil
143rdPerson
15Joker
1lola
manchmal kann man sich richtig erschrecken. wenn plötzlich der kopf ab ist oder das auge durchstochen wird
14Florian Gulde
Gut gemachte Rätsel, schöne Grafik. Für mich das Beste der aktuellern Adventures.
12Alexander Hempel
Hat mir gut gefallen, bis auf das Ende. Erinnert sehr stark an den Stil der alten 'Baphomets Fluch' Spiele order auch Gabriel Knight. Rätsel sind größtenteils logisch und mit den im Spiel gegebenen Hinweisen zu lösen. Nur fand ich das Ende etwas unbefriedigend...
11Andreas Brosche
Dem kann man nur noch wenig hinzugfügen. Black Mirror (Posel Smrti) lässt sich ohne grossartige Hänger durchspielen und ist meines Erachtens gut für Einsteiger geeignet. Die Szenerie ist sehr atmosphärisch, mit animiertem Parallax-Hintergrund. Die Steuerung ist intuitiv, allerdings gibt es leider Pixeljagden und Itemschleudern. Die Story ist sehr interessant, die Auflösung aber recht schnell vorhersehbar. Das Ende kommt abrupt und lässt viele Fragen offen.

Trotz aller Kritikpunkte hat mir Black Mirror gut gefallen.
12Robin Koch
Dieses Spiel, kann ich mir vorstellen, machte schon vor der Veröffentlichung vielen Baphomets Fluch-Fans den Mund wässerig. Was der dritte Teil der beliebten Adventure nicht war, schien mit Black Mirror nun endlich in den Regalen zu stehen: Ein Spiel mit ernster, etwas düsterer und zuweilen auch mystischer Atmosphäre und klassischer Steuerung.

Und schon der erste Blick in die Bedienungs-Anleitung (ja, ich lese sie immer vorher!), lässt erste Vermutungen aufkommen, wo die Entwickler ihre Inspiration her haben.

Steuerung:
Noch weiter als in Baphomets Fluch 1 und 2 wurde die Steuerung in Black Mirror simplifiziert: Während die Aktionen zwar seit Generationen von Spielen immer die gleichen blieben, wurden die nötigen Befehle immer weniger. Gab es schliesslich im Baphomets Flucj nur noch Benutzen, Nehmen, Schauen und Sprechen, so wird in Black Mirror nur noch zwischen Gegenständen und Personen unterschieden. Es gibt also einen Aktions-Cursor sowie einen (fast schon überflüssigen) Dialog-Cursor. Das ist der erste Unterschied zu Baphomets Fluch.
Der zweite Unterschied ist der, daß man die meisten Hotspots nur begrenzt oft anklicken kann. Samuel gibt dann nach und nach alle Informationen, die über diesen Gegenstand heraus, die programmiert wurden und schweigt dann.
Nachteil: Verpasst man eine Information, hat man meist keine Möglichkeit, sich diese nachträglich anzuhören. Diese sind dann allerdings nicht spielentscheidend, und somit nur Spielern, die ALLES haben wollen unentbehrlich.
Vorteile: Man erkennt schnell, welche Gegenstände gebraucht werden, und welche nur zur Atmosphäre beitragen sollen.
Ausserdem kommt es regelmässi vor, daß Samuel sich erst dann für gewisse Gegenstände interessiert, wenn er weißt, daß er sie braucht. Wenn alle "Coldspots" dann schon weg sind, fällt der nun neu hinzugekommene Hotspot natürlich besser auf.
Aber wer nun beunruhigt ist und Angst hat, er könnte Gegenstände in den unendlichen Weiten der Spielewelt übersehen, sei: Die meist Inventar-basierten Rätsel werden direkt vor Ort gelöst. Oder zumindest an offensichtlichen Nebenschauplätzen. Die meisten Gegestände haben also einen Bezug zu Rätsel.
Der dritte Unterschied zu Baphomets Fluch fällt erst auf den zweiten Blick auf, und das ist die rechte Maustaste.
Auszug aus dem Handbuch:
"Die rechte Maustaste: Sie können auch mit der rechten Maustaste Gegenstände oder Objekte im Spiel anklicken und auf diese Weise Dinge entdecken, die Ihnen sonst verborgen geblieben wären."
Auf den ersten Blick scheint das exakt von Vorbild übernommen worden zu sein. Oder etwa nicht? Die Antwort muß lauten: Jein!
Viele Rätsel funktionieren mit der rechten Maustaste und nicht mit der linken. Allerdings passiert meistens bei Druck auf die rechte Maustaste so überhaupt nichts (Stichwort Coldspots), so daß der Spieler sich nicht den unbedingten Umgang mit ihr angewöhnt. Es kann schon mal eine Zeitlang dauern, bis man drauf kommt einen Gegenstand auch mal mit Rechts anzuklicken.
Eine weitere Unzulänglichkeit bietet in dieser Richtung das Dialogsystem: Neben den Bildchen, die die jeweiligen Themen repräsentieren, gibt es von Zeit zu Zeit kleine Symbole, die eine "positive" oder "negative" Antwort darstellen sollen(, den Daumen in Baphomets Fluch nicht unähnlich). Aber offensichtlich ist es dann doch Auslegungssache, was positiv und negativ bedeuten. Will man zum Beispiel den Butler beschwichtigen, und ihm brisante Informationen mithilfe der "negativen Antwort" vorenthalten, fängt Samuel auf einmal an ihm zu bedrohen, er dürfe niemanden etwas von dem Gespräch sagen. Naja.
Aber die Steuerung geht voll in Ordnung wenn man als Spieler drei Regeln beachtet:
1. Immer an die rechte Maustaste denken!
2. Postiv = Lieb; Negativ = böse.
3. Reglmässig abspeichern!
Denn in Black Mirror ist es durchaus möglich zu sterben. Am Anfang noch nicht so häufig, aber zum Schluss hin immer häufiger. Und nicht immer lässt die Stimmung es erahnen!

Orte und Kulissen
Nachdem wie und das Handbuch und das Intro zu Gemüte geführt haben erwartet uns Samuel im Schloss Black Mirror, wo wir zu allererst auf sein Zimmer gehen sollen. Leichter gesagt als getan, denn von Beginn an stehen uns auf Black Mirror gleich 23(!) Kulissen zur Verfügung die früher oder später alle erkundet werden wollen. Auch wenn diese Kulissen alle sehr schön und detailliert vorgerendert sind, ist man froh, daß man mit einem Doppelklick gleich zu der nächsten Kulisse weiterspringen kann. Im späteren Spielverlauf erhält man auch eine Karte der Spielewelt, mit der man auch innerhalb des Schlosses viele Wege abkürzen kann. Mit der Tabulatortaste kann man sich zur Not auch alle Ausgänge anzeigen lassen, was allerdings so gut wie nie nötig ist.

Eine Anzeige der Hotspots (wie in Simon 2) wäre da teilweise schon angebrachter. Viele Gegenstände sind klein und/oder heben sich farblich icht vom Hintergrund ab. Hin und wieder kann man ganz schön suchen, bis man etwas findet, was eine weiterhilft. Es kann schliesslich auch jederzeit ein neuer Hotspot auftauchen, daß heißt man muß immer wieder aufs neue suchen.

Aufgelockert wird das Spielgeschehen immer wieder mit kleinen Puzzles. Da müssen Briefe zusammengesetzt, Hebelstellungen ausprobiert oder Schiebespiele gelöst werden. Das Grauen vieler gebrandmarkter Spieler dezent eingesetzt. Wie meistens in Adventures sind solche Puzzles aber eigentlich immer lösbar.

Was ist noch wichtig bei einem Adventure ausser einer Steuerung guten Steuerung, einer guten Atmospähre, lösbaren Rätseln und hübscher Grafik? Klar:

Die Charaktere
Wie in vielen der letzten "realistischen" Adventures sind auch die Figuren in Black Mirror 3D-animiert. Allerdings sind die Bewegungen aller Figuren etwas hölzern und die Bewegungen aller Figuren ausser Samuels sehr langsam. Das kann manchmal etwas störend sein, aber unterbricht den allgemeinen Spielfluss nicht.
Umso besser sind die Stimmen. Die deutsche Synchronisation ist durchweg gut gelungen, auch wenn David Nathan (Johnny Depp) als Samuel Gordon trotz der verblüffenden Ähnlichkeit nicht den Charme und das Niveau von Alexander Schottky (George Stobbard) erreicht.

Mit diesem letzten Vergleich möchte ich auch diesen Bericht abschliessen. Anders als ich das Spiel nach gut 15.30 Stunden abgeschlossen habe, will ich aber kein so jähes und ein wenig enttäuschendes Ende herbeiführen:

Meine Wertung:

12 Punkte (2+)