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Große Adventure Bewertung

Bewertungen für Buried in Time - Verschollen in der Zeit


Bewertungen nach Spieler

Bewertung: 9.00

Anzahl Bewertungen: 1

9Sebastian Weiser
Wieder mal ein 1st Person Adventure, aber mit Dingen sammeln und richtig benutzen. Drehen ist nur Stufenweise möglich (wie Myst).
In diesem Nachfolger von "The Journeyman Project" spielt man Agent 5 der Temporal Security Agency. Nach der Erfindung der Zeitreise wurde diese Institution gegründet, um die Vergangenheit vor Veränderungen durch Zeitreisende zu verhindern und dies als Verbrechen zu verfolgen (TimeCop lässt grüßen), allerdings wurde später ein Forschungstrupp eingerichtet, zu dem besagter Agent 5 ebenfalls gehört. Die eigentliche Zeitmaschine ist ein sogenannter "Timesuit", also ein Anzug, mit dem der Träger durch die Zeit reisen kann.
In diesem Spiel besucht man 4 verschiedene Schauplätze der Vergangenheit (also vor 2318), von denen 3 auch in unserer Vergangenheit liegen.
Besonders zu erwähnen ist "Arthur", der den Spieler begleitet, sobald man ihn gefunden hat. Dabei handelt es sich um eine KI, die sich in dem Timesuit einnistet und uns hilft, zum einen, indem er zu nahezu jedem Objekt, jeder Zeichnung und überhaupt fast jedem Ort etwas zu sagen hat, zum Teil historische Fakten über die alte Maya-Kultur, die belagerte Burg König Richard 'Löwenherz' I. oder daVincis Laboratorien, zum Teil aber auch nur witzige Kommentare (nachdem er einen zum x-ten mal darauf hingewiesen hat, dass man gerade vor einer Tür steht, sagt er sarkastisch: "Das ist eine Tür! Hey, hat Jean Pütz nicht neulich in der Hobbythek so eine selbergebastelt?"), es besteht akute Kalauer-Gefahr. Außerdem gibt er uns auch auf explizites Nachfragen Hinweise, wie das aktuelle Rätsel, vor dem man gerade steht, zu lösen ist, das ganze noch stufenweise immer genauer, wenn man mehrmals nachfragt - entmutigendes Hängenbleiben im Spiel ist also kaum möglich, stattdessen gibt es Punktabzug (aber wer spielt schon Adventures nach Punktebewertung).
Aber eines hat es allen Inventory-based Adventures, die ich sonst kenne, voraus: Hat sich nicht jeder von uns schon mal gefragt, wie die Spielfigur die ganzen Sachen tragen kann? Hier wird es erklärt: Der Jumpsuit hat eine Zeittasche. Dabei handelt es sich um einen Nullraum, so dass die hineingelegten Objekte weder Platz brauchen, noch ihr Gewicht Relevanz hat - Wow! Das Leben kann so einfach sein! ;-)

Als Kritikpunkt muss ich noch anmerken, dass man hier recht häufig sterben kann (wenn auch nicht so extrem wie bei den Sierra-Klassikern). Zumindest an einigen Stellen handelt es sich dann noch nicht einmal um eine Bestrafung für eine besonders dämliche Aktion, sondern um eine gestellte Falle, wie z.B. ein Weg, den man nicht gehen darf.
Die Synchronisation ist nicht _so_ schlecht, aber durch fehlende Lippensynchronität eher mangelhaft.

Ich kam eher durch Zufall zu diesem Spiel: Ich habe bei eBay nach dem Nachfolger, "Legacy of Time", gesucht. Dabei fand ich diese beiden Spiele in einem Bundel - da musste ich einfach zuschlagen.
Für mich ist das Spiel nicht gerade _der_ Hammer, aber dennoch ganz nett.